Data Literacy: Datenkompetenz im Unternehmen

Data Literacy bzw. Datenkompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Daten in den richtigen Business-Kontext zu setzen und dadurch wertvolles Wissen zu generieren.

Auf individueller Ebene erfordert Datenkompetenz ein Bewusstsein für den Wert der Daten sowie spezifische Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit Daten – von der Erhebung & Verwaltung über die Auswertung & Visualisierung bis hin zur Nutzbarmachung im Entscheidungsprozess.



Auf organisatorischer Ebene spricht man eher von Datenkultur: Ein Unternehmen, das seine Daten als kostbaren Datenschatz begreift, wird die erforderlichen Ressourcen bereitstellen und alle Prozesse darauf abstimmen, diesen Datenschatz zu heben und ihn gewinnbringend zu nutzen.

On-Demand Event zu Datenkompetenz

Hier haben wir einige Informationen zum Thema Datenkompetenz für die praktische Arbeit zusammengestellt. 

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Data Literacy: Schlüsselkompetenz im digitalen Wandel

Die Digitalisierung von Dokumenten und Prozessen wie auch die Vernetzung von Maschinen und Endgeräten erzeugt tagtäglich enorme Datenmengen in jedem Unternehmen. Hinzu kommen zahlreiche Datenquellen im geschäftlichen Umfeld, von Börsenkursen bis zu Social-Media-Beiträgen.

Hier ist Datenkompetenz gefragt, um:

  • den Datenschatz Ihres Unternehmens zu heben
  • relevante externe Datenquellen zu integrieren
  • das volle Potential moderner BI-Lösungen zu erschließen
  • Datensicherheit (& den ethischen Umgang mit Unternehmensdaten) zu gewährleisten
  • neue Erkenntnisse zu gewinnen & bessere Entscheidungen zu treffen
  • den digitalen Wandel nicht nur zu bewältigen, sondern zum Erfolg zu machen

Data Literacy als Unternehmenskultur

Auf Unternehmensebene bedeutet Data Literacy bzw. Datenkultur weit mehr als die Beschäftigung von Data Engineers und/oder Data Scientists. Vielmehr geht es um eine Unternehmenskultur, die sich durch alle Entscheidungsebenen und Fachbereiche zieht, von der C-Suite bis zum einfachen Angestellten.

Datenkultur-rollen

 

datenkultur

 

Die Entwicklung einer datenfokussierten Unternehmenskultur erfordert eine Datenstrategie, quasi den Fahrplan zur gewinnbringenden Nutzung von Daten.

Diese beginnt mit einer Zukunftsvision, erkundet dann die verfügbaren Daten und gelangt über die Konzeptionierung der Informationsgewinnung und Wissensgenerierung zur konkreten Planung. Die Konzeptionierung umfasst Fragen der Datensammlung, Datenverwaltung und Datensicherheit/Governance.

  • Welche Datenquellen gibt es, unternehmensintern wie extern?
  • Wie steht es um Verfügbarkeit und Qualität dieser Daten?
  • Wie sollen diese Daten zusammengeführt, aufbereitet und analysiert werden?
  • Wie gewährleistet man Datenschutz und Zugriffsrechte?

 

Auf der nächsten Ebene folgt die eigentliche Datenanalyse mithilfe von Business-Analytics-Software.

 

Hier sind Anwender mit Datenkompetenz & Branchenwissen gefragt, denn es gilt, analytisch zu denken, Sachverhalte zu beschreiben, Zusammenhänge zu erkunden, Schlussfolgerungen zu ziehen und Prognosen zu erstellen.

  • Welche Informationen sind für die anstehende Entscheidung relevant – und aus welchen Daten lassen sich diese gewinnen?
  • Was sagt eine bestimmte Kennzahl genau aus und in welcher Beziehung steht sie zu anderen relevanten Werten?
  • Welche Schlussfolgerungen kann man aus den vorliegenden Daten ableiten, welche Trends lassen sich daraus erkennen?

 

Die tatsächliche Nutzbarmachung der gewonnenen Erkenntnisse erfordert die Etablierung datengestützter Entscheidungsprozesse. Wo früher in Ermangelung gesicherter Erkenntnisse hierarchisch, nach Erfahrungswerten, Bauchgefühl und „Haben-wir-schon-immer-so-gemacht“ entschieden wurde, ist heute mehr Kollaboration und überzeugendes Data Storytelling gefragt.

 

Ein wichtiger Baustein der neuen Datenkultur ist die Demokratisierung der Daten: Nicht nur hochrangige Manager, sondern alle Mitarbeiter, die im Geschäftsalltag Entscheidungen zu treffen haben, haben Zugang zu relevanten Daten.

 

Zudem müssen sie diese nicht Report für Report bei den Datenspezialisten anfordern, sondern können die nötigen Reports über intuitiv bedienbare Self-Service-Nutzeroberflächen selbst erstellen und nach Belieben abwandeln.

 

Datenkompetenz-Census