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Veröffentlicht von       Andrés Riera

Die Richtung ist klar: KI braucht Governance

Die Qlik News des vergangenen Monats zeigen eine strategische Weiterentwicklung in drei Richtungen:

    • KI wird stärker in Unternehmensprozesse eingebunden. Qlik MCP Server, Qlik Answers und Qlik Knowledge Bases schaffen die Grundlage, um Wissen und Daten kontrolliert für KI-Anwendungen bereitzustellen.
    • Governance wird Teil der täglichen Datenarbeit. Qlik Data Products, Qlik Knowledge Catalog und Audit-Funktionen sorgen dafür, dass Daten nachvollziehbar, vertrauenswürdig und kontrolliert genutzt werden können.
    • Hybride Architekturen bleiben der realistische Weg in die Cloud. Erweiterungen rund um den Qlik Direct Access Gateway, Qlik Replicate, SAP-Integration sowie Qlik Client-Managed zeigen, dass viele Unternehmen ihre bestehende Infrastruktur gezielt weiterentwickeln.

Im Fokus stehen weniger einzelne Funktionen, sondern vielmehr das Zusammenspiel von Daten, Governance und Unternehmensprozessen – denn nur auf dieser Basis kann die KI ihren geschäftlichen Nutzen voll entfalten.

Die Entwicklungsrichtung bei Qlik ist klar: Analytics soll nicht mehr nur Zusammenhänge sichtbar machen, sondern Entscheidungen effektiv unterstützen und Arbeitsabläufe sinnvoll ergänzen. Im Fokus stehen daher weniger «publikumswirksame» Features, sondern effektive Verbesserungen im Hintergrund – für ein Plus an Stabilität, Datenqualität und Transparenz.

Denn nur verlässliche und nachvollziehbare Antworten schaffen Vertrauen – und damit den entscheidenden Faktor für den effektiven Einsatz von KI im Unternehmen.

1. Qlik MCP Server: Unternehmenswissen wird Teil der KI

Die Erweiterung des Qlik MCP Servers ermöglicht externen KI-Anwendungen wie Claude oder Microsoft Copilot den Zugriff auf Inhalte aus Qlik Knowledge Bases – selbstverständlich nur im Rahmen bestehender Berechtigungen und Sicherheitskonzepte.

Für Qlik Cloud Government steht diese Funktion aktuell (noch) nicht zur Verfügung. 

 

Hier geht es nicht mehr um klassische Analytics, sondern um die kontrollierte Verknüpfung von KI-Power und verlässlichen Unternehmensinformationen.

Der erfolgreiche Einsatz von KI-Anwendungen erfordert nicht nur Datenpflege, sondern auch Wissensmanagement – bspw. mit Qlik Knowledge Bases. Die Qualität des dort gesammelten Fachwissens ist ein wichtiger Faktor für die Zuverlässigkeit und damit die Vertrauenswürdigkeit von KI-gestützten Prozessen.

2. Qlik Data Products und Qlik Knowledge Catalog: Vertrauen entsteht durch klare Daten

Qlik Data Products enthalten künftig zusätzliche Informationen wie Verantwortlichkeiten, Qualitätsmerkmale, Nutzungsdaten und Audit-Informationen. Änderungen lassen sich nachvollziehen und kontrolliert veröffentlichen.

Governance entwickelt sich zum festen Bestandteil der täglichen Datenarbeit.

Data Product Marketplace und Knowledge Catalog sind zentrale Elemente, um Datenkontext, Ownership, Nutzungsintelligenz, Trust Score, Pipeline-Informationen und Anomalien sichtbar zu machen.

 

Viele Unternehmen investieren heute in Self-Service Analytics und KI. Qlik Data Products erleichtern die konsistente und transparente Bereitstellung der zugrundeliegenden Daten – das nützt nicht nur den Fachbereichen, sondern macht auch KI-Antworten nachvollziehbar und damit vertrauenswürdig.

3. Qlik Replicate: Datenintegration bleibt die Grundlage moderner Architekturen

Qlik Replicate unterstützt jetzt auch weitere Quell- und Zielsysteme wie IBM DB2, IBM IMS und Cloudera Iceberg. Dazu gibt es Erweiterungen für Microsoft Fabric, Google BigQuery und Apache Kafka.

Wichtig zu wissen: Direkte Upgrades sind nur von den beiden letzten Replicate-Versionen möglich; ältere Installationen erfordern ein gestaffeltes Upgrade.

 

Datenintegration ist und bleibt ein Schlüsselfaktor für moderne Analytics- und KI-Anwendungen.

Viele Unternehmen modernisieren ihre Datenlandschaft schrittweise und bauen moderne Cloud-Anwendungen parallel zu bestehenden Kernsystemen auf. Tools wie Qlik Replica gewährleisten den reibungslosen Datenfluss zwischen den verschiedenen Technologien.

4. SAP ODP-RFC: Kleine Änderungen mit grosser Wirkung

Mit der SAP Note 3635619 vom Juni 2026 wurden die Nutzung der ODP-RFC-Schnittstelle für Nicht-SAP-Systeme eingeschränkt. Betroffen sind davon auch verschiedene Qlik- und Talend-Konnektoren.

Nicht jede wichtige Entwicklung stammt direkt von Qlik: Moderne Datenplattformen sind eng mit den Sicherheits- und Betriebsrichtlinien ihrer Quellsysteme verknüpft, sodass produktive Datenflüsse auch durch Updates beim Drittanbieter beeinflusst werden können.

Das von SAP bereitgestellte Self-Assessment-Tool (SAP Note 3439624) ermöglicht ein Audit der bestehenden Datenströme. Zur Erarbeitung von Alternativlösungen kontaktieren Sie gern unsere Heyde-Experten!

5. Qlik Client-Managed: Stabilität wird zum Erfolgsfaktor

Mit dem aktuellen Release erweitert Qlik Sense Enterprise on Windows unter anderem die Task-Historie, verbessert die Transparenz veralteter Erweiterungen und ergänzt neue Sicherheits- sowie Skriptfunktionen.

Verbesserungen von Transparenz und Betriebsstabilität sind zwar wenig «publikumswirksam», aber essenziell für eine langfristig wartbare Plattform.

 

Mit der zunehmenden Nutzung von Analytics-Software wachsen auch die Anforderungen an Sicherheit und Stabilität. Die neuen Funktionen helfen, Risiken rechtzeitig zu erkennen und produktive Umgebungen zuverlässig zu betreiben.

6. Qlik NPrinting: Migration beginnt mit Transparenz

Qlik NPrinting ermöglicht nun den Export von Word- und PowerPoint-Vorlagen für die Weiterverwendung in Qlik Cloud Reporting. Dazu wurden verschiedene technische Komponenten aktualisiert (Exchange Online connectivity, Show/Hide headers property für PowerPoint).

Hiermit wird der schrittweise Übergang zum Cloud Reporting erleichtert.

 

Eine Migration wirft nicht nur technische Fragen auf, sondern bietet auch eine Chance zur kritischen Überprüfung bestehender Reporting-Landschaften: Welche Berichte werden künftig noch benötigt, welche sollten vereinfacht oder gezielt weiterentwickelt werden?

7. Qlik Direct Access Gateway: Cloud und bestehende Systeme verbinden

Der Qlik Direct Access Gateway erhält zusätzliche Authentifizierungsverfahren, detailliertere Reload-Protokolle sowie Funktionen zur Fehlererkennung und Datenvalidierung. Auch die Anbindung privater Netzwerke für Knowledge Bases wurde erweitert.

 

Auch dieses Update ist wenig «publikumswirksam», aber essenziell für die zuverlässige Datenbereitstellung in hybriden Architekturen.

Viele Unternehmen verfolgen heute eine Cloud-Strategie, betreiben ihre geschäftskritischen Daten aber weiterhin in lokalen oder regulierten Umgebungen. Mit hybriden Architekturen steigen die Anforderungen an Authentifizierung, Monitoring und Datenqualität – und genau diese erfüllt Qlik mit seinem stabilen Gateway.

8. Qlik Cloud Events und APIs: Governance beginnt im Betrieb

Das Update erweitert die Möglichkeiten zur Betriebsautomatisierung: System Events machen Änderungen an Rollen, Berechtigungen, Spaces und Umgebungen nachvollziehbar. Zusätzlich wurden die APIs für das Management von Datensätzen ausgebaut.

 

Ein Plus an Transparenz für Unternehmen mit komplexen Cloud-Umgebungen.

Governance zeigt sich nicht erst bei Richtlinien oder Dokumentationen, sondern tagtäglich im Geschäftsbetrieb. Je grösser die Qlik-Umgebung wird, desto wichtiger die Transparenz: für weniger manuellen Aufwand, erleichterte Audits und stabilen Betrieb.

9. Mobile Analytics: Sicherheit dort, wo Entscheidungen entstehen

Mit den erweiterten Steuerungsfunktionen der mobilen App können Administratoren den Zugriff gezielter verwalten, ohne die Flexibilität für die Nutzer einzuschränken. Zudem wurde die Integration mit Microsoft Intune stärker abgesichert.

 

Für Unternehmen mit mobilen Arbeitsplätzen oder Management-Reporting schaffen die Erweiterungen zusätzliche Sicherheit und eine einfachere Verwaltung mobiler Endgeräte.

Mobile Analytics ist in vielen Unternehmen bereits der Standard – erhöht aber auch die Anforderungen an Datenschutz und Gerätemanagement. Gerade in regulierten Umgebungen wird Mobile Governance damit zu einem festen Bestandteil der Datenstrategie.

10. App-Modernisierung: Technische Schulden frühzeitig abbauen

Im Juni 2026 hat Qlik die schrittweise Ablösung älterer Visualisierungskomponenten angekündigt. Zugleich ändern sich die Vorgaben für individuelle CSS-Themes und bestimmte Erweiterungen.

 

Auf den ersten Blick wenig spektakulär, doch für gewachsene Qlik-Landschaften bedeuten diese Änderungen ggf. erheblichen Modernisierungsaufwand.

Ältere Qlik-Umgebungen profitieren von einer regelmässigen Bestandsaufnahme: So lassen sich notwendige Anpassungen schrittweise planen und spätere Projektspitzen vermeiden.

Fazit

Qlik hat seine Plattform auch im Juni 2026 konsequent weiterentwickelt: Analytics, Datenmanagement und KI werden immer enger miteinander verbunden. Es geht also weniger um neue Funktionen als vielmehr deren Zusammenspiel.

Diese Entwicklung beobachten wir auch in unseren Projekten: Der Mehrwert neuer Technologien entsteht nicht allein durch zusätzliche Features. Entscheidend ist, wie gut Daten, Prozesse und Verantwortlichkeiten zusammenspielen.

 

Qlik schafft die technischen Voraussetzungen für erfolgreiche KI-gestützte Entscheidungsprozesse. Damit lautet die Schlüsselfrage für Unternehmen:

Sind unsere Daten, Begriffe und Verantwortlichkeiten so definiert, dass KI verlässlich darauf aufbauen kann?

 

Wir von Heyde unterstützen unsere Kunden dabei, neue Technologien nicht nur einzuführen, sondern auch wirksam zu nutzen. 

 

Andrés Riera

Andrés Riera

Andrés Riera leitet als Betriebsökonom Controlling für Sie die relevanten Daten her. Mit seinen BI-Applikationen erweitert er die Möglichkeiten unserer Kunden als Entscheidungsträger. Fragestellungen betreffend Marktanalysen, Vertriebsoptimierung und Geomapping interessieren ihn besonders. Vom ersten Kontakt an begleitet er unsere Auftraggeber, denn eine starke Beziehung bedeutet auch starken Support.

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