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Veröffentlicht von       Andrés Riera

Qlik Cloud im Wandel: Architektur-Updates und neue Analyse-Objekte

Das aktuelle Qlik-Cloud-Update bringt weniger kosmetische Feature-Erweiterungen als vielmehr strukturelle Veränderungen in der Architektur der Plattform. Besonders relevant sind die Gateway-Umstellung, neue Standard-Objekte sowie das Preview des Model Context Protocol (MCP). 

 

Relevant für Entwickler

Ablösung des Qlik Data Transfer Service

Der Qlik Data Transfer Service wird per Ende Q1 durch das Qlik Data Gateway – Direct Access ersetzt.  

 

Relevanz Aufwand Empfehlung
Zwingend bis Ende Q1.   Die Installation des neuen Gateway-Dienstes & Einrichtung einer neuen Datenumgebung kann parallel zum bestehenden System erfolgen.   Apps evaluieren, Aufwand abschätzen – und dann systematisch angehen!  

 

Sheet Templates

Die neuen Sheet Templates erzeugen automatisch eine Vorschau des aktuellen Arbeitsblatts. Änderungen an Farben oder Visualisierungen werden in Echtzeit übernommen – ein klarer Effizienzgewinn bei iterativen Design-Anpassungen. 

 

Relevanz Aufwand Empfehlung
Kein Muss, aber deutlich effizienter & weniger fehleranfällig als der bisherige manuelle Prozess.   Standardmässig aktiviert (native Cloud-Feature, On-Premise nach Installation des aktuellen Service Release)   Empfehlenswert, gerade bei komplexen Apps mit vielen Sheets.  

Interessant für Endanwender

Erweiterte Microsoft-Add-in-Funktionalität

Die erweiterte Microsoft-Add-in-Funktionalität ermöglicht es, fixwertige PowerPoint- und Word-Berichte automatisiert zu generieren und regelbasiert zu versenden. So lassen sich standardisierte Reports effizient bereitstellen, ohne manuelle Zwischenschritte. 

 

Relevanz Aufwand Empfehlung
Kein Muss, aber enorme Zeitersparnis bei monatlichen Berichtspflichten & überaus praktisch für die Präsentation von Kennzahlen mit der beliebten PPT-Kommentarfunktion.   Minimal, muss nur aktiviert werden   Bei nächster Gelegenheit umsetzen!  

 

Neue Qlik-Objekte

Die neuen Qlik-Objekte – insbesondere Straight Table, Container-Boxen, Multi-KPI-Objekte, Heatmaps und Bullet Charts – erweitern die Darstellungsmöglichkeiten deutlich. Vor allem integrierte Filterlogiken, die bislang häufig manuell modelliert werden mussten, sind nun direkt verfügbar und vereinfachen die Umsetzung komplexer Analyseanforderungen. 

 

Relevanz Aufwand Empfehlung
Mittelfristig erforderlich - die veralteten Objekte behalten vorerst ihre Funktion, werden aber nicht mehr weiterentwickelt.  
Je nach Umfang der Apps – jedes Objekt muss einzeln ersetzt, aber nicht komplett neu aufgebaut werden; eine Log-Funktion unterstützt die Identifizierung veralteter Objekte.
 
Mein Erfahrungswert aus einem früheren Fall: 3 h Aufwand bei Überarbeitung von 14 Arbeitsblättern.
Apps evaluieren, Aufwand abschätzen – und dann systematisch angehen!  

Interessant für KI-Strategen

Qlik MCP (Model Context Protocol)

Mit dem Qlik MCP (Model Context Protocol) stellt Qlik eine offene Schnittstelle bereit, über die externe KI-Systeme strukturiert auf Qlik-Applikationen zugreifen und Inhalte auslesen können. Das schafft die Grundlage für integrierte KI-Workflows jenseits der Plattform. Aktuell befindet sich das Feature in der Public Preview. 

 

Relevanz Aufwand Empfehlung
Klarer Vorteil gegenüber Qlik Answers ist die Kombination von Qlik-Inhalten mit dem vorhandenen Wissen bestehender KI-Systeme.   Erfordert präzise Definition der Zugriffsrechte jedes KI-Assistenten; bei Nutzung einer On-Premise-KI entsteht entsprechender Zusatzaufwand.   Eher ein Nischenthema für KI-Vorreiter. Die Implementierung effektiver Qualitätschecks halte ich dabei für unabdingbar.  

 

Gesamtbewertung

Die aktuellen Entwicklungen zeigen einen strukturellen Schritt in Richtung konsolidierter Cloud-Architektur und stärkerer KI-Integration.

 

Während Add-ins kurzfristige Effizienzgewinne im Reporting ermöglichen, betreffen Gateway und die neuen Objekte die technische und architektonische Grundlage der Plattform.

 

MCP verschiebt den Fokus zusätzlich: Weg von der reinen Datenverfügbarkeit, hin zu Datenqualität, Kontext und Governance als strategische Erfolgsfaktoren.

Was mir zuletzt in unseren Projekten aufgefallen ist...

 

Gute Planung braucht Struktur.
Gerade bei der Jahresumstellung zeigen sich die Unterschiede. Systematische Checklisten, das frühzeitige Neuaufsetzen relevanter Files und eine vorausschauende Prüfung der Datenverfügbarkeit verhindern unnötige Hektik und Fehler.

 

Gute Planung bleibt pragmatisch.
Beim Umstieg von Excel auf eine moderne Planungslösung wird oft unnötige Komplexität aufgebaut. In vielen Fällen reicht eine integrierte Planung im bestehenden BI-Tool aus, ohne ein separates Planungssystem einzuführen.

 

Gute Planung startet nicht bei Null.
Ob Stundenauswertung, Währungsumrechnung oder Szenarienanalyse – für typische Anwendungsfälle existieren bewährte Templates. Sie ermöglichen einen schnellen Einstieg und lassen sich gezielt an individuelle Anforderungen anpassen.

Andrés Riera

Andrés Riera

Andrés Riera leitet als Betriebsökonom Controlling für Sie die relevanten Daten her. Mit seinen BI-Applikationen erweitert er die Möglichkeiten unserer Kunden als Entscheidungsträger. Fragestellungen betreffend Marktanalysen, Vertriebsoptimierung und Geomapping interessieren ihn besonders. Vom ersten Kontakt an begleitet er unsere Auftraggeber, denn eine starke Beziehung bedeutet auch starken Support.

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